Vegan & Convenience – wie passt das denn?

Vegane Ernährung und Convenience, wie passt die denn bitte zusammen? Dieser Frage habe ich mir schon seit einiger Zeit gestellt. Veganer, die auf tierische Produkte verzichten haben seit einiger Zeit die Möglichkeit Produkte zu kaufen, die konventionellen Produkten mit Tierbestandteilen in nichts nachstehen. Doch warum sollte ein Veganer denn eine Frikadelle auf Soja oder Seitanbasis essen wollen. Hier hilft ein Blick hinter die Kulissen, wer eigentlich die Veganer sind. Nun, Veganer aus Überzeugung möchten keinerlei tierische Bestandteile in ihrem Essen haben. Ihre Überzeugung lässt es nicht zu, dass Tiere für Ihre Ernährung getötet werden. Aus diesem Grund ernähren sie sich rein pflanzlich und verzichten daher nicht nur auf Fleisch oder Fisch, sondern sie verzichten auch auf Produkte, die von Tieren stammen, bspw. Milchprodukte, Eiprodukte oder Lederprodukte.

Hierbei ist es nicht massgeblich, ob ein Tier getötet wurde oder das Produkt von Tieren gewonnen wurde. In der Regel erwartet diese Zielgruppe nicht den Geschmack von Fleisch, sie behelfen sich mit alternativen Rezepten um Ihre Speisen zuzubereiten. Dann haben wir hier noch den Hipster-Veganer – den Flexitarier. Er kauf natürlich Bio Produkte und Produkte aus regionalem Anbau, weil es gerade so hipp ist. Dennoch will er den Geschmack von Fleisch nicht missen, sein schlechtes Gewissen überwiegt jedoch bei dem Griff zu Fleischprodukten. Also her mit den Convenienceprodukten, die auf veganer Basis eine Frikadelle, fertigem Gyros oder ein Schnitzel nachempfinden.

Ein paar Fakten: Der Vegetarierbund Deutschlands (VEBU) schätzte im Jahr 2014 die Zahl der in Deutschland lebenden Veganer auf 1,2 Millionen. In einer repräsentativen Umfrage zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen identifizierten sich im Frühsommer 2014 rund 1 % der Befragten als Veganer oder „Flexi-Veganer“. (Quelle: wikipedia) Es geht aber auch anders. Als bekennender Fleischliebhaber habe ich den Test gemacht. Ich habe diverse Würstchen aus Soja/Seitan gegessen, Tofu zubereitet als sei es Hackfleisch und Sojagyros angebraten und asiatischen Rindfleischersatz aus Soja mit diversen Sossen und Gemüse zubereitet.

Mein Fazit:
Bei allen Speisen, die scharf gewürzt und in einer intensiven Sauce zubereitet werden ist der Griff zu veganen Alternativen vollkommen sinnvoll, geschmackvoll und ohne Defizite zu den Fleischprodukten möglich. Einziges Mako ist natürlich noch die Textur, die sich von der von Fleischprodukten immer noch unterscheidet. Aber die Entwicklungen gehen weiter und auch hier wird ich sicher bald etwas gutes finden. Einzige Fragestellung, auf welcher Basis werden diese Texturen hergestellt. Da muss sich jeder selbst fragen, ob er die im Labor hergestellten Rezepturen als Alternative zu Fleisch haben möchte.
nach Attila Hillmann (Vegan for Fun, Seite 36)

nach Attila Hillmann (Vegan for Fun, Seite 36)

Wer gerne Spaghetti Bolognese essen möchte kann durch das Verwenden von herkömmlichen Tofu (alnatura Tofu natur – gekauft bei alnatura) in zerbröselter Form die Struktur von Bolognese perfekt nachimitieren, ohne dabei das Geschmackserlebnis zu vernachlässigen und ohne dass hierfür Tiere sterben müssen. (Rezept: Attila Hilmann, Vegan for Fun, Seite 36)

Der Ersatz von Fleischbrühe durch hefeextraktfreie Gemüsebrühe ist ebenso perfekt machbar und offen gestanden für jede Küche dringendst zu empfehlen (alnatura Gemüsebrühe Hefeextraktfrei – gekauft bei alnatura)
Wer nicht auf Gyros verzichten möchte greift zu getrockneten Soja- Streifen (Vantastic Foods, Soja Schnitzel 300gr. – gekauft bei tegut) und würzt sie als wäre es klein geschnittes Schweinefleisch. Lecker! Für jene, die gerne die Struktur von Rindfleisch in asiatischen Gerichten haben möchten, die greifen zu karamelisierten Soja-Stücken (Vantastic Foods, Soja RInderfilets 150g – gekauft bei tegut) und werden bei richtiger Zubereitung überrascht sein, wie lecker das ist.
Foto 3

asiatisches Soja-Rindfleisch mit Knoblauch, roten Zwiebeln, Mu-Er Pilzen und süssem Basilikum

Foto 2

Anbraten der Soja-Rindfleisch Stücke

Mein Kredo – Geschmack ist King! Essen muss schmecken und nicht nur ein gutes Gewissen machen. Meine Intention ist nicht jemanden zu bekehren oder zu etwas zu erzwingen, dass er gar nicht möchte.

Ich selbst habe für mich meinen Weg gefunden – Fleisch oder Fisch sofern ich welches esse, wird nur in einem Stück von wirklich guter Qualität auf den Tisch gebracht – ein Rinderfilet, T-Bone oder Entrecôte von ‚glücklichen‘ Kühen. Und da ich Fleisch liebe – darf es auch mal was kosten! Aber muss es denn wirklich täglich 2x sein ? Schliesslich sollten wir uns bewusst machen, dass Fleisch nicht den KG-Preis von Karotten haben kann.
Gleiches gilt für den Spargelpreis … wer denkt, dass Spargel 3,99€/KG kosten muss, sollte sich einmal zur Spargelernte aufs Feld begeben und die körperlichen Strapazen ertragen. Zudem ersetzt Spargel vollkommen die Zubereitung von Fleisch.
Für alles weitere gibt es tolle Alternativen auf Sojabasis, die geschmacklich locker mithalten können und die mit gutem Gewissen gegessen werden können. Nur muss es auch richtig zubereitet werden und hier heisst es – kochen lernen … Mehr informationen zu Veganprodukten findet Ihr auf http://www.vantastic-foods.com/de/
Lasst es Euch schmecken! und lasst mich gerne Eure Ideen, Rezepte und Meinungen wissen.

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